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Was passiert, wenn Saatgut, präzise Sätechnik, Geodaten und kreatives Agrarmarketing nicht nebeneinanderstehen, sondern als ein gemeinsames System gedacht werden? Nahe Würzburg ist daraus in diesem Jahr ein Projekt entstanden, das man aus der Luft kaum übersehen kann: ein Fußball und der Schriftzug „Gut gedrillt ist halb gewonnen“ mitten im Maisbestand.
Die Fußball-WM 2026 bot dafür den passenden Anlass. Nach der Aussaat im Frühjahr hat sich der Bestand über die Saison entwickelt. Jetzt, kurz vor der Ernte, ist das Motiv noch einmal in seiner ganzen Größe sichtbar – und zeigt sehr anschaulich, wie digitale Planung und landwirtschaftliche Praxis zusammenkommen können.
Ein Feldmotiv dieser Größenordnung entsteht nicht erst mit der Drohne. Entscheidend ist die Vorbereitung. Für das Projekt mussten Saatgut, Feldgeometrie, Maschinentechnik und digitale Daten von Anfang an aufeinander abgestimmt werden.
Nach veröffentlichten Projektangaben umfasst die Fläche rund 100.000 Quadratmeter. Rund 750.000 Maispflanzen bilden den Fußball und den Schriftzug. Die Aussaat erfolgte Mitte April; bestimmte Bereiche wurden dabei gezielt ausgespart.
Beim Saatgut kam Mais von der Deutschen Saatveredelung AG (DSV) zum Einsatz. Nach Projektangabe wurde die Sorte Rooney verwendet.
Für ein Projekt wie dieses ist das Saatgut kein dekoratives Detail. Entscheidend ist, dass Bestand, Aussaatbedingungen und die geplante Darstellung zusammenpassen. Denn am Ende muss das Motiv nicht nur in einer Datei sauber aussehen, sondern über Monate als realer Pflanzenbestand funktionieren.
Die Einzelkornsätechnik übernahm eine Väderstad Tempo. Väderstad beschreibt für die Tempo einen exakten Abstand zwischen den Körnern, eine gleichmäßige Ablagetiefe sowie die elektrische Ansteuerung einzelner Reihen. Genau diese Präzision ist für ein Feldmotiv besonders anschaulich: Die Maschine setzt nicht einfach nur Mais in den Boden, sondern arbeitet eine digitale Vorgabe Reihe für Reihe auf der realen Fläche ab.
So wird die Sämaschine zur Schnittstelle zwischen digitalem Plan und Pflanzenbestand.
FarmBlick bereitete die hochgenauen Karten auf Basis der FarmBlick-Community so auf, dass sie auf dem Traktor genutzt werden konnten. Genau hier liegt für uns ein Kern von Smart Farming: Eine Karte ist erst dann wertvoll, wenn sie im Arbeitsprozess auf der Maschine ankommt.
Bei diesem Projekt wurde aus einer grafischen Idee eine maschinenlesbare Vorgabe für die Aussaat. Feldgrenzen, Geometrie und die gewünschten Freiflächen mussten so zusammengeführt werden, dass Fahrer und Sätechnik damit praktisch arbeiten konnten.
Das Prinzip gilt weit über Feldwerbung hinaus. Auch bei Fahrspuren, Feldgrenzen oder Applikationskarten geht es am Ende um dieselbe Frage: Wie werden digitale Informationen so vorbereitet, dass sie mit der vorhandenen Technik sinnvoll genutzt werden können?
Das Konzept für die großflächige Feldbotschaft kam von Field Ads. Gründerin und Geschäftsführerin Stefanie Fahr verbindet dort Landwirtschaft, GPS-gesteuerte Umsetzung und Marketing. Für unser gemeinsames Projekt bedeutete das: Nicht eine klassische Werbefläche trägt die Botschaft, sondern der Pflanzenbestand selbst.
Gerade dieser Perspektivwechsel macht das Projekt besonders. Die Technik bleibt nicht unsichtbar im Hintergrund, sondern wird Teil einer Geschichte, die auch Menschen erreicht, die mit Smart Farming sonst wenig zu tun haben.
Keiner der Bausteine hätte dieses Ergebnis allein erzeugt. Das Saatgut braucht eine passende Aussaat. Die Sätechnik braucht präzise Daten. Die Daten müssen zur Feldgeometrie und zur Maschine passen. Und die Idee braucht einen Prozess, der auf dem Acker tatsächlich umsetzbar ist.
Genau deshalb verstehen wir bei FarmBlick Landwirtschaft als System. Boden, Pflanze, Maschine, Daten und Betriebsleiterwissen gehören zusammen. Digitalisierung wird dann interessant, wenn diese Teile nicht zusätzliche Arbeit verursachen, sondern gemeinsam einen funktionierenden Prozess ermöglichen.
Der Bestand hat sich über die Saison sehr gut entwickelt. In den nächsten Tagen wird das Feld geerntet. Bevor das Motiv damit wieder verschwindet, zeigen wir noch einmal die letzten Luftaufnahmen des gemeinsamen Projekts.
Vielen Dank an Väderstad, die Deutsche Saatveredelung AG und Field Ads mit Stefanie Fahr für die Zusammenarbeit.
Jetzt geben wir die Frage weiter: Welches Motiv, welcher Satz oder welche Idee sollte 2027 auf einem Feld entstehen? Schickt uns eure Vorschläge. Wir sind gespannt, was sich daraus gemeinsam machen lässt.
Wer selbst wissen möchte, wie Geodaten, Karten und vorhandene Maschinentechnik zusammengebracht werden können, findet mehr zur Smart-Farming-Beratung von FarmBlick.
Wir freuen uns auf deine Nachricht und werden uns so schnell wie Möglich bei dir zurück melden.
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