Multispektralanalyse mit Agrardrohne: Pflanzenbestände aus der Luft analysieren

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Mit einer Multispektralanalyse aus der Luft lassen sich Unterschiede in Pflanzenbeständen sichtbar machen, die mit bloßem Auge oft kaum zu erkennen sind.

Gemeinsam mit Agrarheute-Redakteur Thomas Göggerle haben wir auf dem Betrieb von Heiko Leis eine solche Analyse mit einer Agrardrohne durchgeführt.

Das Ziel: Pflanzenbestände und Flächen differenzierter erfassen und daraus wertvolle Hinweise für weitere Analysen und die Bewirtschaftung ableiten.

Was ist eine Multispektralanalyse mit Agrardrohne?

Bei einer Multispektralanalyse erfasst eine Drohne die landwirtschaftliche Fläche mit speziellen Kameras in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen.

Dadurch können Unterschiede in der Pflanzenentwicklung sichtbar gemacht werden, die auf klassischen Luftbildern nur schwer oder gar nicht zu erkennen sind.

Je nach Sensorik und Auswertung lassen sich daraus beispielsweise Hinweise auf:

  • unterschiedliche Bestandesentwicklung
  • Pflanzenvitalität
  • Stressbereiche
  • räumliche Unterschiede innerhalb eines Schlages
  • mögliche Ursachen für Ertragsunterschiede

ableiten.

Mehr Informationen über den Pflanzenbestand

Die Stärke der Multispektralanalyse liegt darin, eine Fläche nicht nur als einheitlichen Schlag zu betrachten.

Stattdessen werden Unterschiede innerhalb des Bestandes räumlich sichtbar.

Diese Informationen können anschließend mit weiteren Daten kombiniert werden, beispielsweise mit:

  • Bodendaten
  • Bodenproben
  • Ertragsdaten
  • Satelliteninformationen
  • Bewirtschaftungsdaten

So entsteht Schritt für Schritt ein umfassenderes Bild der jeweiligen Fläche.

Drohnenbilder richtig einordnen

Wichtig ist dabei: Eine Multispektralaufnahme liefert wertvolle Hinweise, ersetzt aber nicht automatisch weitere fachliche Untersuchungen.

Unterschiede in der Vegetation können viele Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise Bodenstruktur, Wasserverfügbarkeit, Nährstoffversorgung, Verdichtungen, Krankheiten oder andere Stressfaktoren.

Die Luftbilddaten werden deshalb besonders wertvoll, wenn sie mit weiteren Informationen aus Boden, Pflanzenbestand und Bewirtschaftung kombiniert werden.

Multispektraldaten für Smart Farming nutzen

Die gewonnenen Informationen können als Grundlage für weitere Smart-Farming-Anwendungen dienen.

Je nach Fragestellung lassen sich daraus beispielsweise Managementzonen ableiten, Teilflächen gezielter untersuchen oder weitere Boden- und Pflanzenanalysen planen.

Damit wird aus einem Drohnenflug mehr als nur ein interessantes Luftbild.

Er wird zu einer zusätzlichen Datenquelle für eine präzisere und teilflächenspezifische Bewirtschaftung.

Praxisversuch mit Agrarheute

Gemeinsam mit Thomas Göggerle von Agrarheute konnten wir auf dem Betrieb von Heiko Leis zeigen, wie eine Multispektralanalyse mit Agrardrohne praktisch durchgeführt und anschließend ausgewertet werden kann.

Solche Versuche sind besonders spannend, weil digitale Technologien direkt auf der Fläche eingesetzt und ihre Möglichkeiten unter realen Bedingungen sichtbar werden.

Flächen besser verstehen

Unser Ziel bei FarmBlick ist es, unterschiedliche Datenquellen so miteinander zu verbinden, dass daraus ein besseres Verständnis für die eigenen Flächen entsteht.

Drohnenbilder, Bodendaten und weitere Informationen können dabei helfen, Unterschiede innerhalb eines Schlages frühzeitig zu erkennen und weitere Maßnahmen gezielter zu planen.

Mehr sehen. Unterschiede erkennen. Entscheidungen gezielter treffen.

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